Adblocker abschaffen!

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Diese Woche hat ein Bericht von Sascha Pallenberg große Wellen geschlagen, demzufolge hinter dem sehr beliebten Browser-AddOn Adblock Plus ein „mafiöses Geschäftsmodell“ stehe.

Der Vorwurf: Die Macher von ABP haben sich mit Werbe-Vermarktern zusammengetan, die Plätze auf der „Whitelist“ de facto verkaufen oder an Kumpels weiterreichen. Das bedeutet im Klartext, dass ein Tool zum Ausblenden von Online-Werbung sich dadurch finanziert, einige Werber zu privilegieren und deren Konkurrenz zu schwächen.

Mir persönlich ist relativ schnuppe, wer sich da wie bereichert, und ob man angesichts der unklaren Gemengelage wirklich gleich von „Mafia“ sprechen sollte. Unappetitlich sieht die Sache irgendwie aus, da hat Pallenberg recht.

Das viel größere Problem ist aber: Nicht dieser spezielle Adblocker ist problematisch, sondern das ganze Konzept! Niemand sollte einen Adblocker installiert haben. (Ein paar Ausnahmen folgen gleich.) Weiterlesen…

2x Cross-Promotion

Inzwischen ist es schon wieder eine Weile her, aber ich wollte es hier auch erwähnen: Zwei Drittel der unkewl-Redaktion (darunter 100% der momentan tatsächlich hier aktiven Personen, aber ich will nicht zu viel meckern) kamen zu 15 minutes of fame im Weser-Kurier!

Den Artikel gibt es nicht online beim WK, aber mit freundlicher Genehmigung der Zeitung hier direkt bei uns:

Stammtisch (WK)

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Außerdem habe ich jetzt leider noch einen Grund, dieses Blog schändlich zu vernachlässigen. Mit einer Gruppe von Mit-Doktoranden bin ich seit neuestem aktiv als „Science Blogger“ (nennt man das so?)…

Unter dem etwas unbescheidenen Namen IR Blog (International Relations Blog) wollen wir ab jetzt über Fachthemen schreiben, aber auch den Alltag als Doktorand. Wir freuen uns über alle, die vorbei schauen!

Ein Wochenende in Dresden

Dresdner Panorama

Theorie und Praxis: Panorama Dresden von der Kuppel der Frauenkirche

Letztes Wochenende haben die verehrte Mit-Bloggerin und ich uns Dresden angeschaut. Wie auf dem obigen Foto leicht zu erkennen, war das Wetter alles andere als berauschend. Winterlicher Nebel ließ uns die Wärme suchen: Ich habe das Gefühl, kaum ein Museum ausgelassen zu haben. Dabei meinte die Stadt es nicht gut mit uns. Im Zwinger war alles bis auf die Porzellansammlung geschlossen, das Schloss wurde kräftig renoviert.

Nichtsdestotrotz lautet unser Fazit: Auch für kulturell und baulich verwöhnte Berliner lohnt sich ein Ausflug an die Elbe! Allein die Sammlungen im Neuen und Historischen Grünen Gewölbe sind schon fast die Fahrt wert. Aus heutiger Sicht wirkt ein Großteil der Exponate ganz schön skurril: Miniaturen in Kirschkernen, Goldbesteck mit Griffen aus Korallen, schier endlose Sammlungen farblich sortierter Juwelen. Trotzdem war es spannend, die Preziosen zu bestaunen – und wie beeindruckt Zeitgenossen gewesen sein müssen, lässt sich erahnen. (Fotos waren natürlich verboten…)

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Bücher

Wenn man so will, schreibe ich gerade ein Buch. Na gut, ich schreibe nicht im engeren Sinne des Wortes gerade heute oder diese Woche daran, aber ich bereite es doch vor. So eine Dissertation hat schließlich üblicherweise den Umfang eines ganzen Buchs, und in vielen Fällen erscheint sie auch als solches. Daran haben weder Digitalisierung noch Open Access-Bewegung bis jetzt fundamental etwas geändert. Auch meine Promotionsschrift, sollte sie denn innerhalb der nächsten Jahre irgendwann fertig werden, hat also Chancen, einmal als gedrucktes Buch in einem Regal zu landen.

Ich war auch schon als Herausgeber an einem Sammelband beteiligt, der altmodisch auf Papier erschienen ist. Das ganze ist ein wissenschaftliches Fachbuch, also versteht mich nicht falsch: Wirklich lesen tun das nicht viele Menschen! Aber gedruckt ist es, und über WorldCat kann ich sehen, dass unser Werk in Bibliotheken auf mehreren Kontinenten steht. Auf mehreren Kontinenten, Mama hast du das gesehen!?

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Zweitausendundzwölf

Mauritius 2012

Viele haben ihr Studium abgeschlossen oder anderweitig neue Abschnitte angefangen. Bei mir selbst ist der Übergang sanft (gleiche Stadt, gleiche Branche), bei anderen aufregender. Klassentreffen werden interessanter, weil die Biographien auseinander gehen. Ich bin neugierig.

Gehälter werden überwiesen (und mehr oder weniger offen diskutiert). Pläne geschmiedet. Allerdings führen die hinter den Gehältern steckenden Jobs dazu, dass Ideen schwieriger umzusetzen sind. Einiges haben wir vielleicht schon zum letzten Mal gemacht? Ich bin gespannt.

2012 hat Verlobungen, Hochzeiten und leider auch Tode gebracht, die mir näher gegangen sind als alle vorherigen. Ich bin froh und traurig.

Ich teste jetzt mal Drive Now

Drive Now Karte Berlin

Viele kleine Autos: So sieht Berlin für „Drive Now“-Nutzer aus

Carsharing ist einfach eine gute Idee für große Städte, finde ich. Seit längerer Zeit will ich das schon ausprobieren, obwohl ich hier in Berlin ja sowieso eine Dauerkarte für den öffentlichen Nahverkehr habe. Manchmal wäre es einfach praktisch, ein Auto nutzen zu können: Viel Gepäck, Freunde ohne Ticket, Bus kommt nicht…

Die beste Werbung für solche Angebot ist schlicht und ergreifend die Präsenz im Straßenbild. Da gibt es in Berlin nur zwei ernsthafte Kandidaten: CAR2GO mit seiner Smart-Flotte gegen Drive Now von BMW. Ich habe mich für letztes entschieden. Die Minis und 1er-BMWs der Firma sind nämlich nicht nur etwas praktischer als Smarts, sondern stehen nach meiner Erfahrung auch häufiger in Neukölln (Wohnung) und Dahlem (Uni) herum.

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Medien-Menü

Im Blog von Christoph Koch gibt es eine Rubrik namens „Mein Medien-Menü„. Dort „stellen interessante Menschen ihre Lese-, Seh- und Hörgewohnheiten vor“. Ich will jetzt nicht behaupten, ein interessanter Mensch zu sein – aber Gewohnheiten habe ich auch…

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Kino: 3ZKB, Savages, Skyfall

Kinokarten Herbst 2012

Im Herbst habe ich bisher drei Filme geschaut (nicht in 3D), die allesamt empfehlenswert sind: „3 Zimmer, Küche, Bad“, „Savages“ und „Skyfall“.

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Meine Nacht mit Barack 2012

Wie neulich angekündigt, konnte ich Tickets für die von Telekom, ZDF und Co. veranstaltete Wahlparty in der Französischen Straße ergattern. Dort war ich zusammen mit W., S., T. & Kollegen und es wurde ein großer Spaß.

Ein Blick ins ZDF-Fernsehstudio, von wo unermüdlich gesendet wurde…

Man möge mir die Kürze des Berichts verzeihen, aber der fehlende Nachtschlaf und lange Tag im Büro fordern ihren Tribut. Weiterlesen…

Gedanken zur Wahl in den USA

Einladung zur US Election Night

Einladung zur Wahlnacht von US-Botschaft, ZDF, Telekom und Co.
(Design vermutlich von 1998 recycelt)

Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch (nächste Woche) werde ich aller Voraussicht nach nicht viel schlafen. In den USA wird gewählt – und in Berlin gibt es Häppchen. Genauer gesagt darf ich zur ZDF-Sendung/Wahlparty in die Lobby-Zentrale der Telekom.

Schon 2008 hatte ich eine besondere Beziehung zum Wahlabend. Damals habe ich für die Hannoversche Allgemeine Zeitung eine Art Live-Ticker zur Wahl gemacht – mit ähnlich geringer Reichweite wie hier vermutlich. Es war jedenfalls ein aufregender Abend mit einer Menge Cola statt Schlaf (nicht nur in Hannover), und ich freue mich auch dieses Mal!

Anlässlich dieses Termins, über den hier natürlich auch ein Bericht folgen soll, folgt hier jetzt die „unkewl“-Wahlanalyse. Einerseits mit Bezug auf die Berichterstattung über die Wahl, Meta-Kommentare sozusagen, und andererseits zum Ereignis an sich. In bester Politologen-Tradition werde ich also erst auf Probleme „im bisherigen Diskurs“ hinweisen und dann munter selbst drauflos spekulieren. Los geht’s…

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