Donnerstag, 8. April 2010Der Falt-o-mat
Dieser Roboter kann (ihm “unbekannte”) Handtücher falten und stapeln. In ein paar Jahren werden die Dinger dann waschen, trocknen und bügeln, sodass auch Haushalts-Muffel wie ich immer adrett herumlaufen. Schöne neue Welt!
via Marginal Revolution Donnerstag, 1. April 2010Leseliste (Teil 2)![]() Ich bin aus den Ferien zurück. An dieser Stelle heute kein Aprilscherz, sondern stattdessen ein paar ernst gemeinte Buchempfehlungen zu Ostern. John Lanchester: Whoops! Why Everyone Ows Everyone And No One Can Pay Das beste Buch meines Urlaubs: Lanchester schreibt über die Hintergründe der aktuellen Finanzkrise, über ‘bubbles’ generell und über die Unterschiede zwischen Kontinentaleuropäern und den Anglo-Americans. Nicht der Ablauf des Crashs steht im Mittelpunkt, sondern die ursprünglichen Ideen und Irrtümer der Verantwortlichen. Das Buch behandelt größtenteils Großbritannien und die USA, eine eventuelle deutsche Übersetzung könnte vielleicht um (noch mehr) hiesige Beispiele ergänzt werden. Yishai Sarid: Limassol Zur Abwechslung kein Sachbuch, sondern ein Roman. In “Limassol” geht es um einen israelischen Ermittler, der einen Terroristen durch eine List in die Falle locken soll, dabei aber seine Ehe ruiniert und sich in eine Zielperson verliebt. Herausragend spannend ist der Plot allerdings nicht, für einen Thriller ist das Buch auch viel zu kurz. Warum also die Empfehlung? Ich war gefesselt davon, wie der Ich-Erzähler die verzwickte Lage und die Gefühlswelt vermittelt -- sowohl die israelische als auch seine eigene. Keith Devlin: The Math Gene Ein Mathematiker versucht seine Profession und das Wesen der Mathematik für Laien und Skeptiker anschaulich werden zu lassen und nebenbei die evolutionäre Entstehung des mathematischen Denkens zu erklären. Erstaunlich angenehme Lektüre, weil Devlin sich wirklich Mühe gibt und wichtige Punkte lieber einmal zu viel als zu wenig wiederholt. Allein wegen der zahllosen Studien und Beispiele, die hier angeführt wurden, lohnt sich die Lektüre. Dass der Titel aber blödsinnig ist, schreibt der Autor selbst schon am Anfang. Leseliste: Teil 1 Donnerstag, 18. März 2010Badehose statt Blog![]() Sehr geehrte Damen und Herren, ab diesem Wochenende wird hier meinerseits (noch mehr) Ruhe einkehren. Gemeinsam mit der sympathischen Gast-Bloggerin werde ich einige Tage Urlaub machen. Vielleicht rafft sich der Herr Mit-Blogger ja dazu auf, hier derweil für qualitativ herausragende Beiträge aus dem fernen Kanada zu sorgen? Mit freundlichem Gruß ML Montag, 15. März 2010Never change a running system![]() Neulich habe ich das erste Mal seit längerer Zeit darüber nachgedacht, vielleicht doch Windows XP untreu zu werden. Andererseits lenken einen diese modernen Computerspiele nur von der Arbeit ab! Freitag, 12. März 2010Facebook vs. StudiVZ![]() Anlässlich der CeBIT hat Clemens Riedl, Chef der VZnet-Gruppe (StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ), die Geschäftspolitik des Konkurrenten Facebook in Deutschland scharf kritisiert: Facebooks jüngster Wachstumsschub rühre einzig daher, dass das Netzwerk mit unfairem Spam um sich schleudere. Nichtmitglieder würden mit falschen Einladungen von Freunden und Bekannten auf Facebook gelockt: “Angeblich soll sogar meine Mutter dort sein! Doch sie ist nicht bei Facebook”, so Riedl. Die US-Plattform sei dabei, ein nach deutschen Maßstäben “illegales Schattennetzwerk” zu etablieren. “Das hat nichts mit Privacy oder Vertrauen zu tun – unter deutschem Datenschutz ist so etwas undenkbar.” Solche Äußerungen deuten nicht darauf hin, dass bei VZnet noch irgendjemand siegessicher ist, was den Wettbewerb mit Facebook angeht. Blicken wir einmal zurück: Ursprünglich haben die StudiVZ-Macher sich von Facebook inspirieren lassen (“Fakebook”, siehe hier und hier) und den deutschsprachigen Markt sehr erfolgreich besetzt. Holtzbrinck kaufte das Unternehmen für “deutlicher unter 100 Millionen”. VZnet ging durchgehend hart gegen “Nachahmer” vor und hatte das ein oder andere Problem mit dem Datenschutz. Schließlich kam Facebook nach Deutschland und holt seither rasend schnell auf. Bestandsaufnahme? Facebook ist gigantisch groß, hat die überlegene Technik und eine internationale Community, sodass jeder deutsche Student spätestens nach einem Erasmus-Semester dort landet. StudiVZ hat das Rennen um die Studenten in Deutschland verloren. Ein bisschen anekdotische Evidenz: 1) Viele in meinem Umfeld benutzen soziale Netzwerke als Mail-Ersatz. Über StudiVZ kommen aber fast nur noch sporadische Rundmails bei mir an, weil die Absender manchmal (z.B. auf Wohnungssuche) wirklich all ihre Bekannten erreichen wollen. Von den letzten zehn Personen, die mir bei StudiVZ geschrieben haben, wollten zwei das Löschen ihres Accounts vermelden (sie sind jetzt nur noch auf Facebook). Alltägliche Kommunikation funktioniert viel besser per FB, weil Nachrichten dort als “Threads” angezeigt werden und Gruppen sich einfacher absprechen können. Dazu kommt, dass Facebook im Gegensatz zu StudiVZ den Volltext der Nachrichten per E-Mail weiterleitet, sodass man schneller im Bilde ist. 2) Der Feed mit den Echtzeit-Nachrichten von allen Kontakten, wie ihn momentan nur Facebook anbietet, “macht süchtig” und führt zu relativ langen Verweildauern. Weder der “Buschfunk” noch die (meinen Voyeurismus befriedigenden) Fotoalben bei StudiVZ können da mithalten. Die Chatfunktion von Facebook bietet einen echten Mehrwert und hat das Potential, ICQ und Co. abzulösen. Vieles funktioniert bequemer und sieht besser aus, sodass die VZs altbacken wirken. 3) Apps bei Facebook: Sortiert in sechs Kategorien, plus sechs Kategorien für Spiele. Die Kategorie “Education” (mit den blöden Quiz-Dingern) allein listet 200 Einträge. StudiVZ: “Es gibt momentan 53 Apps.” Inklusive aller Spiele. Wer das alles überflüssig und nervig findet, hat nicht ganz unrecht. Trotzdem spielen über 100 Mio. Menschen regelmäßig auf FB, und Zynga Game Network, die Firma hinter Farmville und Mafia Wars, nimmt damit 300 Mio. Dollar pro Jahr ein. 4) Neue Bekannte, die ich nach meinem Umzug nach Berlin kennen gelernt habe, habe ich nur bei Facebook wiedergefunden. Nach den ersten paar Fehlversuchen habe ich es bei StudiVZ gar nicht mehr probiert. Das führt dazu, dass sich immer mehr Aktivität in das “neuere” Netz verlagert. 5) Wenn im Alltag jemand ein Social Network erwähnt, nennt er Facebook. Ich habe das letzte Mal im Jahr 2008 laut “StudiVZ” gesagt. Warten wir ab, wie sich die heute 15-jährigen entscheiden werden. An ihrer Stelle müsste ich nicht lange überlegen. (Das Bild oben basiert auf “pong” (CC) c0venant @ flickr) Sonntag, 7. März 2010Alice Modem WLAN 1121 DNS-Server-Problem lösen![]() Es folgt ein sehr spezielles, sehr technisches Thema. Bei Nichtgefallen bitte ignorieren. DNS-Probleme mit dem DSL-Router 1121 WLAN von Alice / Hansenet? Da lässt sich was machen. Wenn die Internet-Verbindung an sich funktioniert, sich aber keine neuen Seiten öffnen lassen (“Server nicht gefunden”), liegt das eventuell an einem Problem mit dem DNS. Anscheinend “vergisst” der Router von Alice gelegentlich, zu welchen Servern er sich verbinden muss. (Von dem Problem berichtet z.B. Sebastian Thiele.) Das Problem lässt sich auf zwei Arten lösen. "Alice Modem WLAN 1121 DNS-Server-Problem lösen" vollständig lesen Samstag, 6. März 2010Vom "Triumph der Sünde" zum "Aufstieg einer Sünderin"![]() SPIEGEL 7/2010 und 9/2010 Matthias Matusseks Titel-Geschichte “Auf Teufel komm raus” fand ich etwas belanglos, ehrlich gesagt. Das zugehörige Bild auf dem Cover rätselhaft. Rückblickend ergibt das natürlich alles einen Sinn … Beim Stern findet sich die Pose, leicht abgewandelt, übrigens in einem ganz anderen Zusammenhang. Samstag, 27. Februar 2010Ich kaufe ein A
Dass mein Humor manchmal eher pubertärer Natur ist, dürfte vielen hier bereits bekannt sein. So habe ich mich auch köstlich über den Gag bei Harald Schmidt amüsiert, als in der Sendung ein Ausschnitt aus den ZDF-Nachrichten gezeigt wurde: In Bezug auf Umweltverschmutzung in Italien sagte die Moderatorin dort, die Sicherheitskräfte seien bemüht zu verhindern, “dass das Öl in den Po gelangt.”
Hihi. In den Po! Hoho. Die Moral von der Geschicht’: Wer sich eines schlichten Gemüts erfreut, hat im Alltag mehr zu lachen: ![]() (Etwas unscharf, da bei mir gegenüber mit dem Handy fotografiert.) Mittwoch, 24. Februar 2010Trautes Heim, Glück allein
Dass irgendjemanden auf der Welt ein Foto von meinem Abendbrot interessieren könnte, daran glaube nicht einmal ich. Trotzdem fand ich meinen hübsch dekorierten Teller so dermaßen spießig-herzallerliebst, dass ich ihn der Welt nicht vorenthalten möchte:
![]() Tut mir leid, musste sein. Sonntag, 21. Februar 2010Robert Musil, Kurfürstendamm
Der Herr Mit-Blogger fliegt heute Abend nach Kanada und routinemäßig habe ich mich nach seiner Reiselektüre erkundigt. Entgegen meiner Erwartung wird er sein Exemplar des Mannes ohne Eigenschaften nicht mit über den Atlantik nehmen. Kein weiterer Anlauf also, diesen “einflussreichen Roman des 20. Jahrhunderts” endlich zu lesen!
Völlig unabhängig davon habe ich heute beim Aufräumen dieses Foto gefunden, sodass Herr Musil wenigstens ein wenig Würdigung hier im Blog erfährt: ![]() (irgendwo am Ku’damm) Ich wünsche eine gute Reise, auch ohne literarische Schwergewichte im Gepäck! Dienstag, 16. Februar 2010"long time cancer of brain"![]() Ich glaube, diese Spam-Mail ist noch schöner als die Liebesgrüße aus Moskau, die mich Anfang 2008 erreichten. Diesmal hat mich eine ältere Dame kontaktiert, die in einer noch schlimmeren Lage steckt als “Elena” damals! Wer möchte da nicht sofort helfen … I am Mrs. Susan Douglas from London. I am deaf and suffering from a long time cancer of brain. From all indications my condition is really deteriorating, and my doctors have courageously advised me that I may not live beyond the next two months. I was married to my late husband for twenty years without a child, but quite unfortunately, he died in a fatal motor accident. Eine Million für mich, der Rest an die Charity! Oder was meint Ihr? Samstag, 13. Februar 2010Der van-tastische Herr N.
Während der Herr Mit-Blogger angesichts der momentanen Misere bei Hannover 96 wenig zu lachen hat, amüsiere ich mich köstlich. Grund dafür ist der andere HSV, bei dem seit kurzem mein Lieblingsstürmer unter Vertrag steht. Dieser Herr ist Holländer, ein wenig in die Jahre gekommen und hat zuletzt nicht oft gespielt.
Warum also nennt die Hamburger MoPo ihn heute “van-tastisch”? Nun, da gibt es gewisse statistische Werte, die eine klare Sprache sprechen*. Und es gibt Szenen wie die heutige, an denen ich mich immer besonders erfreue (von unten nach oben lesen): ![]() Screenshot: tagesschau.de * 46 Tore in 85 Liga-Spielen für Manchester; 46 in 68 für Real Madrid; 18 Tore in 30 Champions League-Spielen (Quelle: Transfermarkt.de)
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"What the...?"Hier bloggen zwei motivierte Studenten aus Bremen und Berlin -- wenn sie Zeit finden.
Unsere soft skills sind pubertärer Humor und Trinkfestigkeit. |











