Samstag, 13. Februar 2010Der van-tastische Herr N.
Während der Herr Mit-Blogger angesichts der momentanen Misere bei Hannover 96 wenig zu lachen hat, amüsiere ich mich köstlich. Grund dafür ist der andere HSV, bei dem seit kurzem mein Lieblingsstürmer unter Vertrag steht. Dieser Herr ist Holländer, ein wenig in die Jahre gekommen und hat zuletzt nicht oft gespielt.
Warum also nennt die Hamburger MoPo ihn heute “van-tastisch”? Nun, da gibt es gewisse statistische Werte, die eine klare Sprache sprechen*. Und es gibt Szenen wie die heutige, an denen ich mich immer besonders erfreue (von unten nach oben lesen): ![]() Screenshot: tagesschau.de * 46 Tore in 85 Liga-Spielen für Manchester; 46 in 68 für Real Madrid; 18 Tore in 30 Champions League-Spielen (Quelle: Transfermarkt.de) Dienstag, 8. September 2009Testkick-Madness, Teil 2 von 3 (und 3 von 3)
Dieses Mal ohne Foto und nur ganz kurz, weil die Leserschaft ja meckert.
Test in Döhren: Leistung: Hanke: acht Tore. Ich: drei Bier, eine Bratwurst. Drumherum: Verregnet. Frage des Tages: Würden Götz von Fromberg und Dieter Schatzschneider zusammen auf die Rückbank eines Taxis passen? Teil 3, der Test in Eldagsen, fällt wegen terminlicher Unpässlichkeiten leider aus. Donnerstag, 3. September 2009Testkick-Madness, Teil 1 von 3![]() Spielerisch ließ sich wenig überraschendes feststellen. Der Holländer ist langsam, gibt aber immerhin ordentlich Kommandos auf dem Platz. Rama trennt sich zu spät vom Ball und Eggimann, ja, Eggimann, der scheint mit dem Kapitel Hannover 96 abgeschlossen zu haben. Er hat ja auch nur einen Vertrag bis 2013. Von den Amateurspielern, die zum Einsatz kamen, fiel neben Sebastian Latkowski, der sechs von acht Toren erzielte, Tom Merkens auf, der sich als traditioneller Spielmacher versuchen durfte. Bälle hinten abgeholt, versucht sie zu verteilen, das sah relativ ordentlich aus. So ein Spiel hat natürlich wenig Aussagekraft, aber dafür immer seine charmanten Momente. So kündigte 96-Stadionsprecher Frank Rasche (der vom Rintelner Sprecher immer wieder als offizieller Stadionsprecher bezeichnet wurde, damit auch jeder Trottel merkte, dass der Mann hochwichtig ist) Trainer Bergmann mit Vornamen Alexander statt Andreas an, was bei den Ersatzspielern für fröhliches Gekicher sorgte. Spannender war nur noch der Genuss eines halben Hähnchens vor dem Spiel in der besten Hähnchenbude wo gibt. Und auch die lokale Kneipenszene erfreute sich eines Besuchs. Hannover 96: Jensen - Rutter, Eggimann, Burmeister (46. Ibelherr), Rausch (46. Sieghan), - Schulz (46. Balitsch) - Hoose (70. Schmiedebach), Bruggink (46. Merkens), Rama (70. Zizzo) - Latowski, Ghasemi-Nobakht (70. Lindner) Tore: 0:1 Latowski (7.), 0:2 Latowski (18.), 0:3 Latowski (27.), 0:4 Latowski (43.), 0:5 Balitsch (58.), 0:6 Latowski (82.), 0:7 Merkens (85.), 0:8 Latowski (88.) Spielplan für die nächsten Tage: 04.09.: Niedersachsen Döhren - Hannover 96 08.09.: FC Eldagsen - Hannover 96 Dienstag, 1. September 2009Stilsicher durch den Winter
Wir hier bei unkewl empfinden uns, ganz bescheiden ausgedrückt, durchaus als Vorreiter. Draußen scheint die Sonne, das Thermometer zeigt 32 Grad - doch das ist noch lange kein Grund, sich nicht schon einmal auf den nahenden Winter vorzubereiten. Das wichtigste Accessoire ist dabei der Schal. Modisches Statement, die Vervollkommnung eines jeden Outfits. Wie gut, dass der Herr Mit-Blogger und ich bereits gewappnet sind: Mit einem Schal der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft - Fotos des Kaders der WM 1982 inklusive.
![]() Hübsch, nicht wahr? Vor kurzem war ich nämlich mit einem unserer treuen Leser auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für den Herrn Mit-Blogger. Wegen akuter Ideenlosigkeit schlug ich vor einen Laden aufzusuchen, der dem Namen nach “Kitsch” verkauft. Das ist eines dieser Geschäfte, das wirklich alles anbietet, was kein Mensch gebrauchen kann. Vom Gasherd bis zum Gürtel, von der Mikrowelle bis zum Minispielzeuggewehr. Wahrscheinlich werden im Hinterzimmer außerdem Drogen verkauft. Doch bereits vor der Tür fiel uns dieses wunderschöne Stück ins Auge. Glänzendes, billiges Polyester, schwarz-rot-goldene Fransen und “18 BUNT FOTOS” (laut Verpackung) - wer da nicht zugreift, hat nun wirklich keinen Geschmack! Style-Faktor: 8/10. ![]() Jupp Derwall, Erich Ribbeck. Nicht im Bild: Die Freude. Und die Fotos, die weniger bunt als leicht gelbstichig sind, sind eine wahre Augenweide. Trainer Jupp Derwall und Co-Trainer “Sir” Erich Ribbeck schauen zwar, als wären sie gerade von der Beerdigung der Großmutter zurückgekommen, aber es ist eigentlich unvorstellbar, dass sie nicht stolz sind, auf diesem Schal verewigt zu sein. ![]() Toni Schumacher, Paul Breitner. Die 80er, um einmal auf den Herstellungszeitraum des Schals zu sprechen zu kommen, das waren im Fußball die Jahre, in denen die Haare der Spieler vorne kürzer und hinten länger wurden. Oder man sich einfach irgendwie eine Matte stehen ließ. Und obligatorisch kam eine kleine Bürste auf der Oberlippe dazu. Habe ich jemals erwähnt, dass ich für eine Rückkehr dieser Mode im professionellen Fußballsport bin? Toni Schumacher deutet hier den Pornobalken schon einmal dezent an, während Paul Breitner seinem, wenn auch etwas gestutzten, End-70er-Afro (sowohl Haupt- als auch Gesichtsbehaarung, Variante: Bär) treu bleibt. ![]() Hansi Müller, Lothar Matthäus. “Ein Lothar Matthäus ist immer gut rasiert.” Der “schöne Hansi” Müller und Lothar Matthäus hingegen versuchen sich im braven Stil, der jede Schwiegermutti wuschig macht. Adrett frisiert, glatt rasiert - einfach fesch. Sie würden den Schal wohl nie tragen, alleine aus Angst vor Hautreizungen. Selbst schuld. Mittwoch, 12. August 2009Lesetipp
Der allseits geschätzte Sven Regener im 11Freunde-Interview:
Ich war früher immer gegen Fußball – weil alle dafür waren. Bei den großen Turnieren waren die ganzen Dödel, die man so kannte, durchweg für die deutsche Mannschaft. Beim Fußballspiel gehst du entweder als Gewinner oder Verlierer vom Platz. Ich habe zuletzt bei einer Thekenmannschaft mitgespielt, nur ein, zwei Mal, dann hat mich das schon genervt. Plötzlich erkannte ich meine Kumpels nicht mehr, die mutierten beim Fußballspielen zu totalen Arschlöchern, zu brüllenden Feldwebeln. Ich wohne in der Nähe vom Jahnsportpark, da wird jeden Samstag Fußball gespielt, da wird noch geschwitzt und gebrüllt: »Ich haue dir auf die Schnauze, du Arschloch, gib doch mal ab!« Das kannst du alles haben, wenn du auf so einen Scheiß stehst. Der Mann ist zwar Fan vom falschen Verein, aber reiht Weisheit an Weisheit. Ich verneige mich. Hier nachzulesen. Samstag, 8. August 2009Es geht wieder los
Eigentlich hatte ich geplant, eine Vorschau auf die neue Bundesliga-Saison zu schreiben. So mit Platzierungstipp und allem drum und dran. Also das, was jeder macht, aber in total toll und gut und so. Doch dann komme ich aus dem Urlaub und meine 96er haben gegen einen Sechstligisten einen Testkick verloren - und auch gegen Arsenal gab es (eher erwartungsgemäß) nichts zu holen. Gegen Trier im Pokal kann man auch mal verlieren. “Es geht wieder los”, denke ich. Doch eigentlich ist das falsch. Es geht einfach so weiter.
«Herr Balitsch, die Fans stellen der Mannschaft [nach der Niederlage in Trier] bereits die Charakterfrage ... Nun ja, die HAZ schreibt allerdings: Richtig ist wohl, dass die Mannschaft trotz mehrerer Gelegenheiten nie versucht hat, den Trainer durch eine kontrollierte Niederlage abzusägen. Tatsächlich aber spielte das Team nie für Hecking. Vielmehr suchten in dieser Phase Meinungsführer aus der Mannschaft in unterschiedlichen Gruppenstärken Kind auf und wiesen ihn auf zunehmende Probleme, Unverträglichkeiten und erste tiefe Brüche zwischen Trainer und Spielern hin. Der Präsident findet “die ganze Situation furchtbar”. Aber fragen wir doch einmal den Trainer: Die Mannschaft steht in der Pflicht, darauf zu reagieren, in Trier nicht alles gegeben zu haben. Wow. Jetzt ist nur noch eine Frage zu beantworten: Warum schreibe ich das hier eigentlich? Weil ich eine fast perverse Vorfreude in mir trage, heute um 15.30 Uhr das Spiel der Roten gegen Berlin zu sehen. Vielleicht bin ich Masochist. Aber egal, es geht wieder los! Fehlt eigentlich nur noch Simak... Freitag, 3. April 2009Philipp, Philipp...!
Philipp Lahm, was ist bloß los mit Dir? Du warst vor nicht all zu langer Zeit ein sympathischer Mensch. Ja, sympathisch - obwohl Du bei den Bayern spielst. Und nun? Erst lässt Du Dir einen Bart stehen, den sich nicht einmal Kevin Kuranyi getraut hätte stehen zu lassen. Danach sehe ich Dich im Fernsehen, aber nicht im Kampf um das runde Leder. Den beherrschst du ja durchaus. Nein, Du machst Werbung. Und zwar nicht für Nutella, sondern für die Bild. Die Bild! Ein paar tolle Sätze sagst Du da:
Meine Meinung zu Bild ist eine sehr positive, weil ich diese Zeitung jeden Tag lese. Wenn man etwas anspricht, das nicht jeder anspricht - ich glaube, das unterscheidet die Bild-Zeitung von anderen.Aha. Gestern durfte ich noch weitere Neuigkeiten erfahren. Du hast der Gala ein Interview gegeben. Jetzt weiß ich, dass Du lieber ohne Deine Freundin Claudia einkaufen gehst. Ok. Und Du magst Mario Barth. Passt doch irgendwie ins Bild. Und dann wirst Du mit einem schönen Satz zitiert, den man auf zwei Arten lesen kann: Mario Barth finde ich schon sehr lustig, Claudia inzwischen auch. Dass die Bild dich einen “Saubermann”, “nachdenklichen Profi mit Tiefgang” und eine “erfrischende Abwechslung zu vielen anderen Profis der Generation Playstation” nennt, ist bestimmt Zufall. Weitere wunderbare Witzigkeiten gibt es außerdem aus der Welt des Sports zu vermelden: Der FCR Duisburg, Viertelfinalist im UEFA-Pokal der Frauen, hat ein Torwartproblem. Torfrau Kathrin Lehmann, die im Hinspiel gegen Olympique Lyon spielte und dafür extra eingeflogen worden war, hat abgesagt. Der Grund: Sie ist gleichzeitig Nationaltorhüterin der Schweiz - im Eishockey. Und in dieser Funktion nimmt sie an der WM in Finnland teil. Es gibt einen Handball-Bundesligaspieler namens Philipp Pöter. Wo sein Kumpel Peter Piedel spielt, ist nicht bekannt. Gnihihi. Samstag, 16. August 2008Hat auch Fanny Rinne mit dem Urin getrickst?
Die Olympischen Spiele sind immer wieder ein schöner Anlass, um mit Drogen vollgepumpten Menschen beim Betreiben abseitiger Randsportarten zuzuschauen. Die heimlichen Stars sind aber die Kommentatoren. Beispiel:
Heute sah ich das Vorrundenspiel im Damenhockey Deutschland gegen Argentinien. Der vom Fußball bekannte Sprecher Béla Réthy kommentierte. Man merkte ihm wunderbar an, dass er von diesem Spiel noch viel weniger verstand, als von jenem mit dem runden Leder. Geschickt überließ er deshalb die hintergründigen Aspekte einem Co-Kommentator mit Fachwissen. Statt dessen brachte er mich jedoch mit jeder Nennung des Namens Fanny Rinne zum Schmunzeln. Das ist die Spielmacherin der deutschen Nationalmannschaft. Die google-Bildersuche wies mich zudem darauf hin, dass sie bereits nackig im Playboy zu sehen war (“Verwandte Suchvorgänge: fanny rinne playboy”). Während ich also kichernd vor dem Fernseher saß, redete Bela munter weiter. Die deutschen Damen fingen sich gegen Ende ein Tor nach dem anderen. Doch für den Reporter ist das kein Grund zu verzweifeln: “Die Damen liegen zurück, aber an der Verteidigung sollte es nicht liegen, denn der Minister Jung ist da.” Ich hörte auf zu kichern. Im Anschluss Leichtathletik. Die Königsdisziplinen der Olympischen Spiele. Und ein Schaulaufen für Wolf-Dieter Poschmann. Er erläuterte dann auch ganz fleißig alle möglichen Details, die niemanden interessieren. Aber gut, er ist mit Herzblut dabei. Dann ging es an die Halbfinals im 800m-Lauf der Damen. Irgendeine Russin gewann und dann eine Kenianerin. Und dann sagte Wolf-Dieter: “Die Russinnen haben mit dem Urin getrickst, das haben Sie ja bestimmt gehört.” Hm, nein. Will ich das? Donnerstag, 3. Juli 2008Fazit
Endlich ist die Fußball-EM vorbei! Endlich? Wieso endlich? Das fragen sich vielleicht jetzt die Leute, die mich persönlich kennen und wissen, dass ich mir von den Niederungen des Amateurfußballs bis in die Sphären der Champions League eigentlich jeden Scheiß reintue. Nun ja, das hat folgenden Grund:
![]() Diesen weisen Spruch hat bereits während der Vorrunde mein Nachbar von gegenüber aufgehängt - vollkommen zurecht! Eigentlich mag ich meine Wohngegend, ein Zentrum für Kunst, Kneipen und Kultur der Stadt. Während der EM wurde meine Straße allerdings meist als Feierstrecke und Autokorsoübungsgelände missbraucht. Das ging direkt los nach dem deutschen Auftaktsieg gegen Polen, inklusive Gekicke auf der Kreuzung und Aufmarsch der Wie auch immer, wirklich zu gönnen war das Feiern zumindest den türkischen Fans, nachdem sie das verloren geglaubte Spiel gegen die Tschechen (deren Motto wohl “Kein Jiri, kein Sieg” lautete) gedreht hatten. Die Bremer Polizei hatte natürlich aus den Nächten davor gelernt und die Sielwallkreuzung gesperrt. Sehr geschickt, denn so wendeten die hupenden Autos direkt vor meinem Fenster. Jetzt ist wieder Ruhe eingekehrt, nur noch das anheimelnde Gebölke von Besoffenen und anderem Gesocks wiegt mich sanft in den Schlaf. Montag, 9. Juni 2008Holland gegen Italien, drei zu null!Samstag, 7. Juni 2008"Frei weint vor Schmerz"
Das fängt ja gut an ... der arme Herr Frei muss weinen, weil sein Knie weh tut, oder weil ihm gerade bewusst wird, dass die EM für ihn schon vorbei sein könnte.
PS. Nachher (ab 22 Uhr) läuft übrigens Metallica auf MTV, live bei Rock am Ring, falls das jemanden interessiert. (Morgen dann die Toten Hosen.) PPS. Kurzer Bericht zum Ärzte-Konzert vorgestern folgt. Falls das jemanden interessiert. Mittwoch, 21. Mai 2008Wichtig!
Bleibt Christoph Daum Trainer des 1.FC Köln? Das interessiert eigentlich niemanden, abgesehen vom EXPRESS. Und die haben deshalb auf ihrer Homepage einen Live-Ticker eingerichtet. Und der klärt über wichtige Dinge auf:
10:15 Uhr Daums Ehefrau Angelica bringt den wartenden Journalisten Kaffee und Hanuta. 13:47 Uhr: Die Vorhänge an der Eingangs-Tür der Daum-Villa werden zugezogen. 14:40 Uhr: Stille im Hahnwald 16:24 Uhr: Ein Schatten zeigt sich an der Zwischentür aus Milchglas... 17:51 Uhr: Gerade ist ein Bote auf einem Fahrrad vorbeigeradelt... Und ja, das Ganze meinen die wirklich ernst. Der Reporter sitzt da inzwischen sieben Stunden rum. Update: 23:06 Uhr: Wie bei Genscher in Prag 89! Daum tritt vor das Geißbockheim und erklärt: ICH BLEIBE!
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