Kino: 3ZKB, Savages, Skyfall

Kinokarten Herbst 2012

Im Herbst habe ich bisher drei Filme geschaut (nicht in 3D), die allesamt empfehlenswert sind: „3 Zimmer, Küche, Bad“, „Savages“ und „Skyfall“.

3 Zimmer, Küche, Bad ist eine deutsche Komödie rund um Menschen in ihren 20ern auf Wohnungssuche. Wobei es natürlich eigentlich nicht um wirklich um Umzüge geht. Der (vor allem Berliner) Wohnungsmarkt ist nur der Aufhänger, um eine Geschichte über Beziehungen und Selbstfindung zu erzählen. Das ganze ist sehr sympathisch besetzt und mit der richtigen Mischung aus Gags und Ernsthaftigkeit inszeniert. Eigentlich alle Kommentare aus Freundeskreis und Familie liefen auf das gleiche Fazit hinaus: „Sehr schöner Film und erschreckend realistisch.“

Savages handelt von drei lebensfrohen und hübsch anzusehenden Kaliforniern, die Bett und Business teilen – wobei letzteres sich um sehr hochwertiges Marihuana dreht. Das geht natürlich nicht lange gut: Ein mittelamerikanisches Kartell macht ein Angebot, das man eigentlich nicht ablehnen kann. Es folgen Kidnapping, Überfälle und sonstige Gewalttaten. Regie hat Oliver Stone, Blake Lively spielt die Muse der „guten“ Indie-Dealer, außerdem treten noch John Travolta, Benicio del Toro und Salma Hayek auf. Mir hat der Film gut gefallen, das geht aber je nach Toleranz für Gewalt und Oliver-Stone-Stil definitiv nicht allen so. Autor Don Winslow scheint jedenfalls ein interessanter Kerl zu sein und den Vorgänger-Roman „Power of the Dog“ finde ich (nach den ersten 180 Seiten) mitreißen.

Skyfall brauche ich hier wohl nicht erklären, oder? James Bond ist zurück. Warum nicht jeder die Daniel-Craig-Filme liebt, wird hier wieder deutlich. Sie sind einfach viel weniger locker-flockig als in früheren Varianten, mit dunkleren Themen und mehr Selbstzweifel. Für meinen Geschmack ist der Neustart aber gelungen und die Grundlagen von Bond werden nach wie vor bedient: hanebüchene Handlung, tolle Autos und exotische Orte, abwechselnd Flirts und Action. Stimmt schon, dass der neue Film nicht viel Sex-Appeal bietet (abgesehen von Javier Bardem?), dafür gibt es wieder mehr Humor wie in den herrlichen Szenen mit dem alten Aston Martin oder bei den (etwas vorhersehbaren) Twists gegen Ende.

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