Neulich nach dem Theater (drei unterhaltsame Stunden
Faust) habe ich mich mit einer ehemaligen Mitschülerin darüber unterhalten, wie denn unsere Vorlesungszeiten im Wintersemester so sind. Wir müssen nämlich beide meistens nachmittags hin.
Sie meinte dann, eines der Probleme mit ihrem Stundenplan sei, dass sie sich abends nach den Vorlesungen so schlecht aufraffen könne, zum Beispiel um noch Sport zu treiben. Woraufhin ich ganz entspannt
meine Wampe mein Bäuchlein streichelte und sagte: “Naja, das Problem hab ich jetzt nicht so direkt.” Sie lächelte wissend und nickte.
Ich hingegen wurde auf der Zugfahrt nach Bremen von Selbstzweifeln geplagt: “Mathis, vielleicht treibst du wirklich zu wenig Sport!”
Der Herr Mit-Blogger zum Beispiel spielt ja wenigstens einmal die Woche Fußball. So ziemlich jeder Mensch scheint irgendeine Sportart zu betreiben oder zumindest mal betrieben zu haben und daher leidlich zu beherrschen. Mir tut die Lunge weh, wenn ich 200 Meter zur Straßenbahn renne, obwohl ich dabei noch nichtmal sonderlich schnell bin. Und übrigens nicht annähernd wie eine Gazelle aussehe.
Andererseits: Der Herr Mit-Blogger wird (nach eigener Aussage) trotzdem immer dicker (hähä). Zigtausend Deutsche lassen Hunderte Euros in schäbigen Muckibuden und sind trotzdem adipös. Und irgendein ZeitWissen/GEO/P.M.-Spezial titelt aktuell mit der Zeile “Wie gesund ist Sport wirklich?”
Gegen das Bäuchlein hilft sowieso nur Ausdauersport.
Ausdauer. Klingt verdächtig nach krankhaftem Ehrgeiz, Doping und Totalschaden. Und mit solchen Sachen will ich wirklich nichts zu tun haben!