Tüten-Trouble

Okay, nicht alles „Schrott“ hier: Die Tastatur funktioniert tadellos, wurde aber durch ein besseres Modell ersetzt (und nutzt den veralteten Stecker).

Die oben abgebildete Tragetasche enthält eine ganze Menge alte Computer-Bauteile, Kabel und sonstige Gerätschaften. Angesichts des schnellen technischen Fortschritts im IT-Bereich sind alle ebenso wert- wie nutzlos. Also: ein Fall für den Elektronik-Schrott!

Peinlicherweise sind bereits einige Monate ins Land gezogen, seit ich diese Tüte gefüllt habe. Lange hat es gedauert, bis ich meinen inneren Schweinehund überwinden konnte. Doch diese Woche war es endlich soweit – der Beutel soll nicht länger herumstehen.

Meine Versuche, den Schrott ordnungsgemäß (d.h. nicht am Straßenrand oder in der nächstbesten Tonne) zu entsorgen, will ich hier dokumentieren.

Alles fing ganz gut an. Ich bin nicht etwa blindlings zum nächsten Recycling-Hof des kommunalen Entsorgers gegangen, sondern habe erst recherchiert. Siehe da: er nimmt Kleingeräte und hat oft und lange geöffnet. Also nix wie hin, gestern auf dem Weg zur Arbeit…

Was ich übersehen hatte, war die einzige Ausnahme im Reglement. Donnerstags macht der Hof nicht um sieben, sondern um halb zehn auf:

Eigentlich gar nicht schwer. Wenn die Markierung doch im Original vorkäme…

Also stand ich vor verschlossenem Tor und vor der Frage, ob ich lieber warten oder wiederkommen wollte. Kann ja abends nochmal hin, dachte ich mir, und nahm die Tüte (leicht unwillig) mit ins Büro.

Dass daraus nichts wurde, ist ehrlich gesagt nicht der BSR anzulasten. Ich bin selbst schuld, weil ich kurzfristig einen anderen Termin wahrnehmen wollte. So hat die Tüte im Büro übernachtet. Macht ja nichts, war nicht mit Mehraufwand verbunden und soll hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden.

Heute dann stand ich nach der Arbeit wieder vorm Hof, die Tüte in der Hand. Schon auf den Metern zum Tor hatte mich der Mut verlassen. Warum ist es so still und leer hier? Ein freundlicher Wachmann wusste weiter: Betriebsversammlung! Turnusmäßig am dritten Freitag des Monats (oder so; die Details hat der Zorn aus meinem Gedächtnis gespült), aber leider durch keinerlei Schild angekündigt. Fand er selbst suboptimal.

So habe ich die Tüte also vor ein paar Minuten wieder hoch in meine Wohnung getragen und kurz für diesen Artikel fotografiert. Jetzt steht sie wieder in ihrer angestammten Ecke, wie schon seit dem Sommer. Vielleicht belasse ich es einfach dabei. Wer weiß schon, wann so ein altes Kabel wieder nützlich werden könnte?

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